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Änderungen 2019 der Sozialversicherungsbeiträge, Arbeitsverhältnisse uvm.

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  • Änderungen 2019 der Sozialversicherungsbeiträge, Arbeitsverhältnisse uvm.

    Sicherlich für den ein oder anderen spannend.

    Das neue Königliche Gesetzesdekret 28/2018, vom 29. Dezember 2018 enthält sehr wichtige Änderungen bezüglich der Sozialversicherungsbeiträge, Arbeitsverhältnisse, Beschäftigungsbedingungen der Selbstständige und Verbesserungen bestimmter Renten.

    Zuvor müssen wir Sie jedoch darauf hinweisen, dass der Mindestlohn gemäß dem Königlichen Erlass 1462/2018 für das Jahr 2019 um 22,3% gestiegen ist. Der Mindestlohn beträgt seit dem 1. Januar 30,00 € brutto pro Tag, 900,00 € brutto pro Monat (12 Zahlungen) oder 1.050,00 € brutto pro Monat (14 Zahlungen).

    Nachstehend sind die wichtigsten Neuigkeiten des Königlichen Gesetzesdekret 28/2018 (https://boe.es/boe/dias/2018/12/29/p...2018-17992.pdf) zusammengefasst.:
    1. Die maximale Beitragsgrundlage des allgemeinen Sozialversicherungssystems für Arbeitnehmer beträgt jetzt 4.070,10 € pro Monat. Die Mindestbeitragsgrundlage erhöht sich um 22,3% und beträgt jetzt 1.050,00 € pro Monat.
    2. Die Mindestbeitragsgrundlage für Selbstständige oder „Autónomos“ erhöht sich um 1,25% und beträgt 944,40 € pro Monat. Die maximale Beitragsgrundlage wird ebenfalls bei 4.070,10 € festgelegt.
    3. Die Beitragssätze für Selbstständige oder „Autónomos“ sind Folgende:
    • Allgemeine Leistungen und Risiken: 28,30%.
    • Berufsrisiken: 0,9%.
    • Arbeitslosigkeit: 0,7%.
    • Berufsausbildung: 0,1%.
    1. Die Vergünstigung für Selbstständige oder „Autónomos“, die sich neu Anmelden oder die seit 2 Jahren nicht angemeldet waren, sind wie folgt:
    Im Fall der Auswahl der Mindestbeitragsgrundlage ist der vergünstigte Betrag 60,00 € pro Monat für die ersten 12 Monate.
    1. Ab dem 01 Januar gibt es einen neuen Absatz im Gesetz über Verstöße und Sanktionen der Sozialordnung, in dem die Beschäftigung von Scheinselbstständigen (falsos autónomos) als schwerer Verstoß betrachtet und mit Strafen zwischen 3.126,00 bis 10.000,00 € geahndet wird.
    2. Die beitragsbedingten Renten der Sozialversicherung werden um 1,6% im Jahr 2019 steigen. Der Höchstbetrag der öffentlichen Renten im Jahr 2019 beträgt 2.659,41 € pro Monat oder 37.231,74 € pro Jahr.
    3. Aufgrund des Rückgangs der Arbeitslosenquote, die sich im dritten Quartal 2018 unter 15% stabilisiert hat, sind alle Vergünstigungen aufgehoben worden, die mit der Arbeitslosenquote verbunden waren (Contrato indefinido de apoyo a los emprendedores, unter anderem).


  • #2
    Vielen Dank - guter Überblick.

    Kleine Korrektur beim Mindestlohn: 1.050,- € brutto pro Monat (12 Zahlungen) oder 900,- € brutto pro Monat (14 Zahlungen).

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    • #3
      Bin gerade etwas geflasht vom Höchstbeitrag öffentliche Renten von 2.659,41 €. Unter welchen Voraussetzungen wird denn in Spanien eine derartige Rente erreicht? Was die Leute hier so im allgemeinen als Rentner beziehen, liegt etwa bei nem Drittel.

      Ansonsten warten in der Rentengesetzgebung noch einige Überraschungen für Unbedarfte. Eine Bekannte, die früher mal viele Jahre eingezahlt hat, aber schon einige Jahre nicht mehr arbeitet, erzählte mir, man erwerbe das Recht auf die Rente nur, wenn man in den letzten 5 oder 10 Jahren vor Rentenbezug mindestens 2 Jahre lang Beiträge entrichtet hat. Kann ich mir fast nicht vorstellen. Hat davon schon mal jemand was gehört?
      Im Zeitalter der unsozialen Netzwerke gibt es zu viele Internet-Behavioristen, die sich zu viele Gedanken um andere und zu wenige um sich selbst machen.

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      • #4
        Da kann man drauf warten, dass der Mindestlohn über entsprechende Arbeitsmehrbelastung ausgebremst wird. In dem Filmchen gestern war ja noch von weit tiefer liegenden Mindestlöhnen etwa für Zimmermädchen die Rede. Dann werden halt mehr Zimmer in der gleichen Zeit zu reinigen sein, die Gewerkschaften haben hier offenbar nicht ganz die Macht wie in Alemania...
        Im Zeitalter der unsozialen Netzwerke gibt es zu viele Internet-Behavioristen, die sich zu viele Gedanken um andere und zu wenige um sich selbst machen.

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        • #5
          Zitat von SanLorenzo5 Beitrag anzeigen
          Bin gerade etwas geflasht vom Höchstbeitrag öffentliche Renten von 2.659,41 €. Unter welchen Voraussetzungen wird denn in Spanien eine derartige Rente erreicht? Was die Leute hier so im allgemeinen als Rentner beziehen, liegt etwa bei nem Drittel.

          Ansonsten warten in der Rentengesetzgebung noch einige Überraschungen für Unbedarfte. Eine Bekannte, die früher mal viele Jahre eingezahlt hat, aber schon einige Jahre nicht mehr arbeitet, erzählte mir, man erwerbe das Recht auf die Rente nur, wenn man in den letzten 5 oder 10 Jahren vor Rentenbezug mindestens 2 Jahre lang Beiträge entrichtet hat. Kann ich mir fast nicht vorstellen. Hat davon schon mal jemand was gehört?
          So sieht es in Deutschland aus:
          Auf die Entgeltpunkte kommt es an

          Die Entgeltpunkte haben eine Höchstgrenze. Teilt man die diesjährige Beitragsbemessungsgrenze von 72.600 Euro im Jahr (im Westen) durch das Durchschnittsentgelt von 34.020 Euro, ergibt dies für 2015 eine Höchstpunktzahl von 2,13 Entgeltpunkten.

          Angenommen, man erreicht in jedem seiner 45 Arbeitsjahre 2,13 Entgeltpunkte. Die Summe von 95,85 Entgeltpunkten multipliziert mit dem derzeitigen Rentenwert von 32,03 Euro ergäbe eine rechnerische Höchstrente von 3.070 Euro im Monat.

          In den vergangenen Jahrzehnten lag die Höchstgrenze an Entgeltpunkten jedoch mit 1,5 bis 2,1 Entgeltpunkten zum Teil weit darunter. Daher ist diese "Höchstrente" für niemanden erreichbar.

          Die Realität sieht anders aus

          Von einem solchen Wert sind die deutschen Rentner heute weit entfernt. Die Standardrente eines "Eckrentners", der 45 Jahre Beiträge für ein Durchschnittsentgelt eingezahlt hat, beträgt im Westen 1.154 Euro (Stand Mitte 2014). Im bundesweiten Durchschnitt erhält ein Rentner 1.003 Euro Rente im Monat und eine Rentnerin 610 Euro. Witwen- und Witwerrenten sind mit 451 Euro beziehungsweise 293 Euro noch wesentlich niedriger. Die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sind davon bereits abgeführt, allerdings nicht die Einkommensteuer.
          ------------------------

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          • #6
            Mindestlohn pro Tag? Egal wie viele Stunden gearbeitet wird?
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            Ist ja noch bescheidener wie in Deutschland: Gesetzlicher Mindestlohn im Jahr 2019: 9,19 Euro

            Der gesetzliche Mindestlohn beträgt seit dem 1.1.2017 8,84 Euro pro Stunde. Laut Mindestlohngesetz wird der gesetzliche Mindestlohn alle zwei Jahre neu festgelegt. Im Juni 2018 hat die Mindestlohn-Kommission empfohlen, den gesetzlichen Mindestlohn in zwei Schritten zu erhöhen. Die Bundesregierung ist diesem Vorschlag im Oktober per Verordnung gefolgt. Der gesetzliche Mindestlohn beträgt ab 1. Januar 2019 9,19 Euro und steigt zum 1. Januar 2020 auf 9,35 Euro.

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            • #7
              Zitat von SanLorenzo5 Beitrag anzeigen
              Bin gerade etwas geflasht vom Höchstbeitrag öffentliche Renten von 2.659,41 €. Unter welchen Voraussetzungen wird denn in Spanien eine derartige Rente erreicht?
              Das ist vor allem der Öffentliche Dienst hier. Deshalb wollen doch alle dorthin. Wegen der verhältnismäßig hohen Einkommen und Renten sind die Jobs dort "Joker-Jobs" der Korruption. Ein Pöstchen dort ist halt Gold wert.

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              • #8
                Zitat von SanLorenzo5 Beitrag anzeigen
                Da kann man drauf warten, dass der Mindestlohn über entsprechende Arbeitsmehrbelastung ausgebremst wird.
                Über spanische Gewerkschaften ist da nichts zu beschicken - denn diese konkurrieren bisweilen um die gleichen Arbeitnehmer in den Betrieben. Vor allem CCOO und UGT. Ähnlich wie beim Zugpersonal in Deutschland, z.B.

                Es gibt glücklicherweise bemerkenswerte Bewegungen - jenseits der verkrusteten spanischen Gewerkschaften. Z.B. die der Putzteufel in den Hotels. "Las Kellys" (Las que limpian"). Nicht wirklich gendergerecht, Naja, im Deutschen heißt es auch heute noch vielfach "Zimmermädchen". Das Wort "Zimmerjunge" muss wohl noch erfunden werden (an solchen Beispielen wird so wunderbar deutlich, wie altmodisch und wie wenig zeitgemäß es auch noch heutzutage im deutschsprachigen Raum zugeht ... Da muss man nicht erst in Spanien sein)
                Preguntas frecuentes (en negrita las más consultadas): • ¿Qué es "Las Kellys"? • ¿Dónde estamos? • ¿Cómo nacimos? • ¿Cuáles son nuestras reivindicaciones? • ¿Cómo estamos organizadas? •••⇒ Sobre la Junta Directiva • Nuestras redes oficiales •••⇒ ¿Por qué esta web? • ¿Cómo contactarnos? • ¿Qué es "Las Kellys"? Las Kellys es una Asociación a nivel…

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                • #9
                  Ist das nicht der Roomboy? Hört sich doch viel besser an als Zimmerjunge.
                  Roommate geht auch. Oder einfach: Roomie

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                  • #10
                    Zitat von aurora Beitrag anzeigen
                    ....die Jobs dort "Joker-Jobs" der Korruption....
                    Also, Aurora. Bald ist doch Jahrestag der Aussage, dass es hier keine Korruption gibt. Ich muss doch sehr bitten.

                    https://www.eldiario.es/canariasahor...737377231.html
                    Im Zeitalter der unsozialen Netzwerke gibt es zu viele Internet-Behavioristen, die sich zu viele Gedanken um andere und zu wenige um sich selbst machen.

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                    • #11
                      Ach ja, hatte ich doch glatt vergessen, dass Clavijo die Kanaren zu korruptionsfreien Zone erklärt hatte ...

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