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Kritisch reisen: Die Kanaren. JETZT auf 3sat

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  • Kritisch reisen: Die Kanaren. JETZT auf 3sat

    Ist eine Wiederholung

  • #2


    Mencey

    Registriert seit: 20.03.2008
    Beiträge: 1,903
    Abgegebene Danke: 511
    Erhielt 1,736 Danke für 855 Beiträge
    Ich stell den ARD-Mediathek-Link nochmal rein. Darüber kann man lange Gespräche führen oder man kann es bleiben lassen. Die hier länger wohnen, kennen die Problematik und die meisten Touris interessiert es nicht wirklich.

    https://www.ardmediathek.de/ard/play...2FiN2VhNWQ4NQ/

    Der Beitrag ist von 2017, hier und da gibt es Veränderungen in die richtige Richtung.

    Tja..
    No Chatbot is perfect...

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    • #3
      Und wie immer, werden die Armen von ihren eigenen Landsleuten ausgebeutet und eben NICHT von den Touris.
      Die Löhne werden nicht von Touristen ausgehandelt sondern die bestimmt der Hotelier bzw. auch die Gewerkschaft.
      Es wäre für Regierungen / Gewerkschafter usw. ja MÖGLICH faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen vorzuschreiben.

      Wie gezeigt: in den 5-Sterne Hotels der großem, internationalen Ketten wie z.B. Ritz-Carlton oder das im Film gezeigte Hotel Mencey in Santa Cruz sind die Bedingungen / Löhne deutlich besser. Hier sind es eben KEINE einheimischen Ausbeuter. Hier sind es internationale Unternehmen.

      Die kanarische Oberschicht hat sich fein abgeschottet, bleibt brav unter sich und hat wenig Skrupel ihre eigenen Landsleute der Armut zu überlassen.
      Aufstieg durch Bildung ist schwer bis kaum möglich, die entsprechenden Colegios usw. sind schweineteuer, das kann sich eine normale Familie nicht leisten.

      Canarios mit fehlenden Zähnen, löchriger Kleidung und sichtbarer Armut finden sich leider überall zuhauf. Es ist jammervoll, das sehen zu müssen.

      Aber nochmals: daran sind NICHT die Touris schuld.
      Was wäre, wenn sich die Tourimassen statt auf Teneriffa in der Türkei oder Ägypten befänden?
      Gäbe es dann einen, wenigstens EINEN EINZIGEN gut bezahlten Arbeitsplatz mehr?
      Oder würden dann ev. sogar die miesen Jobs auch noch ersatzlos wegfallen?

      Die Taxifahrer, die in Santa Cruz nicht mehr in den Hafen fahren dürfen, verdanken diese Regelung sicherlich auch einheimischen Entscheidern. Da haben keine Touris daran mit gewirkt. Das waren eher die einheimischen Firmen, die stattdessen das Geschäft machen wollen und ihre Mitbürger, die Taxifahrer, eben ausbooten wollen.
      Die Busse, die statt dessen z.B. zum Teide fahren (wie gezeigt) sind kanarische Unternehmen wie z.B. Perez y Cairos. Die haben in ihrer Verwaltung Canarios angestellt, die Busse werden ebenfalls von Canarios gefahren, gewartet, repariert und an kanarische Tankstellen von Canarios betankt. Die Arbeitsplätze sind also eigentlich nur vom Taxi auf den Bus verlagert worden.
      Stellt euch die lange Schlange auf der Straße vor, wenn diese Massen alle mit einzelnen Taxen da hoch wollten - umwelttechnisch wäre das ein Wahnsinn.

      Dann noch dieses verlassene Dorf auf La Gomera - verlassen, weil (laut Berichterstatter) die jungen Leute eben nicht auf La Gomera bleiben wollen, sonder stattdessen nach TENERIFFA gehen um dort zu arbeiten.
      Wie sollen daran Touris Schuld sein?

      Es ist wie in vielen Teilen der Welt: die Reichen teilen die Pfründe untereinander auf, die Armen bleiben auf Dauer arm.
      Es ist zum Kotzen, ein Thema so alt wie die Menschheit.

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      • #4
        Über 150 jahre " kämpft " die SPD gegen Armut .
        Die Armen sind immer noch arm nur die Funktionäre sind reich geworden !
        Saludos

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        • #5
          Die SPD? Wer war das gleich wieder?
          No Chatbot is perfect...

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          • #6
            Zitat von SanLorenzo5 Beitrag anzeigen
            Die SPD? Wer war das gleich wieder?
            Seit dem ein Kanzler " Genosse der Bosse" dran war , die Partei der keiner mehr glaubt
            Dann Nahles und Schulz, Auweia

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            • #7


              Wer hat uns verraten ?
              Zuletzt geändert von maxxx; 12.01.2019, 16:32.
              Freiheit für Verstand.

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              • #8
                Ich hab die früher aus Überzeugung gewählt. Als Schmidt noch Kanzler war. Für mich der BKAZ, der beste Kanzler aller Zeiten. Bei den heute von Merkel verordneten Maßstäben würde er vermutlich vom Verfassungsschutz beobachtet werden...
                No Chatbot is perfect...

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                • #9
                  Zitat von SanLorenzo5 Beitrag anzeigen
                  Ich hab die früher aus Überzeugung gewählt. Als Schmidt noch Kanzler war. Für mich der BKAZ, der beste Kanzler aller Zeiten.
                  Aaah jaaa. Also ich als Hamburgerin habe den nie gewählt ;). Die Hamburger SPD ist so etwas wie die CDU sonstwo. Zur Zeit punktet sie noch weniger mit Olav Scholz, der das Charisma eines ganz besonders verstaubten Aktendeckels hat. Damals war ich häufiger mal zu Veranstaltungen, in denen er in HH zugegen war. Aber der hat mir meine gute Laune schon aufgrund seiner ganz besonders langweiligen Präsenz immer verdorben.

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                  • #10
                    Ich bin zwar kein Parteigenosse aber die SPD und auch andere Parteien dieses Couleurs haben sehr wohl viel für die Arbeiterschaft erreicht. Zwar nicht mehr in den letzten 10 Jahren - oder zumindest seit Schröder nicht mehr. Davor sind aber alle sozialen Errungenschaften Erfolge dieser Partei:
                    - Kündigungsschutz,
                    - Lohnfortzahlung im Krankheitsfall,
                    - bezahlter Urlaub,
                    - Mutterschutz,
                    - betriebliche Mitbestimmung,
                    - Streikrecht.

                    Über viele Jahrzehnte ist seit dem späten 19. Jahrhundert all dies erreicht worden.
                    Bismarck hat das zuerst lange erbittert bekämpft, bis er schließlich einknicken musste.
                    Dazu kamen die wirklich wichtigen Lohnerhöhungen, die durch das Streikrecht erreicht wurden.
                    Die gesamte Gruppe der Arbeitnehmer konnte sich so einen immer besseren Lebensstandard erarbeiten.

                    Hat gut geklappt, bis Milton Friedmann und seine Sch..ß neoliberalen Theorien alles umgekrempelt haben.
                    Seither geht es bergab mit den Arbeitnehmerrechten und ihrem Anteil am gesamten Volksvermögen.


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                    • #11
                      Ich als Ösi, beobachte den Niedergang Deutschlands mit Unbehagen.
                      Die deutsche Unterwerfung unter eine archaische, die EUROPÄISCHEN WERTE mit Füssen tretende Unkultur ist beängstigend.
                      Ihr DEUTSCHE SEID VERLOREN, seht euch nur die demographische Entwicklung an.

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                      • #12
                        Zitat von hogerwil Beitrag anzeigen
                        Ich als Ösi, beobachte den Niedergang Deutschlands mit Unbehagen.
                        Die deutsche Unterwerfung unter eine archaische, die EUROPÄISCHEN WERTE mit Füssen tretende Unkultur ist beängstigend.
                        Ihr DEUTSCHE SEID VERLOREN, seht euch nur die demographische Entwicklung an.
                        SUPER!
                        Aber wie wäre es denn wenn ihr uns den "Kurz" mal ausleihen würdet?

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                        • #13
                          Zitat von Canarias Beitrag anzeigen
                          Ich bin zwar kein Parteigenosse aber die SPD und auch andere Parteien dieses Couleurs haben sehr wohl viel für die Arbeiterschaft erreicht. Zwar nicht mehr in den letzten 10 Jahren - oder zumindest seit Schröder nicht mehr. Davor sind aber alle sozialen Errungenschaften Erfolge dieser Partei:
                          - Kündigungsschutz,
                          - Lohnfortzahlung im Krankheitsfall,
                          - bezahlter Urlaub,
                          - Mutterschutz,
                          - betriebliche Mitbestimmung,
                          - Streikrecht.

                          Über viele Jahrzehnte ist seit dem späten 19. Jahrhundert all dies erreicht worden.
                          Bismarck hat das zuerst lange erbittert bekämpft, bis er schließlich einknicken musste.
                          Dazu kamen die wirklich wichtigen Lohnerhöhungen, die durch das Streikrecht erreicht wurden.
                          Die gesamte Gruppe der Arbeitnehmer konnte sich so einen immer besseren Lebensstandard erarbeiten.

                          Hat gut geklappt, bis Milton Friedmann und seine Sch..ß neoliberalen Theorien alles umgekrempelt haben.
                          Seither geht es bergab mit den Arbeitnehmerrechten und ihrem Anteil am gesamten Volksvermögen.

                          Leider alles Schnne von gestern und gestern hatten wir ja auch noch einen Kaiser.
                          Die SPD ist mittlerweile mehr darauf bedacht den "Neubürgern" Neubauwohnungen zum Spottpreis und zur Sozialhilfe noch Zugang zu allem möglichen Wohltaten
                          zu besorgen, als sich um "die die schon länger hier sind" zu kümmern

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                          • #14
                            Zurück zum Thema:
                            wir sind jährlich für 3 Monate in TF in einer Fewo eines Spaniers und versuchen, so viel wie möglich auf den Bauernmärkten zu kaufen bzw in div. Lokalen zu essen.
                            Nachdem wir unsere Kleidung selbst mitbringen und auf touristischen Krimskrams nicht abfahren ist das Leben für uns auf TF sehr entspannt.
                            Ich denke, von uns als Touris profitieren einige lokale Canarios und nicht irgendwelche Konzerne

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                            • #15
                              Bei dem Bericht merkte man mal wieder den "Qualitätsjournalismus" ala öffentlich-rechtliches Fernsehen. Die genannten Zahlen stammen an vielen Stellen nicht. Anstelle von Objektivität gab es viel Polemik. Grotten schlechter Journalismus. Der Redakteur hätte einfach mal die letzten Ausgaben des Wochenblatts lesen sollen und hätte ohne Kostenaufwand und große Probleme seine Zahlen überprüfen können. Dagegen geht scheinbar immer: pauschal auf die Unternehmen und Reichen schimpfen. Es sind die Vermieter die für die hohen Mieten verantwortlich sind! Nur den Beweis bleibt man schuldig. Wie auch? Das auf den Kanaren die höchsten Grundstückpreise in Spanien gezahlt werden, spielt dabei keine Rolle. Betriebswirtschaftliches Rechnen ist bei diesen Robinhoods ein Fremdwort. Die Massen befriedigen mit dem Traum der Umverteilung auf Teufel komm raus, das entspricht ihrem Weltbild. Bezahlt wird dieser Journalismus von unkontrolliert fließenden Zwangsabgaben, sorry Rundfunkgebühren.

                              Was mir aber am meisten aufstößt: Es werden keine Lösungsansätze aufgezeigt.
                              Dabei wäre es doch so einfach: Stärken der regionalen Wirtschaft. Wie das geht? Darauf achten, dass regionale Produkte und regionale Dienstleistungen in Anspruch genommen werden.
                              Hogerwil hat den Nagel auf den Punkt getroffen.
                              ZB.: braucht auf unserer Insel keiner Wein aus Chile oder Australien, Kartoffeln aus England, Orangen vom Festland, Butter aus Irland, Jogurt aus Frankreich, usw.
                              Natürlich kann man das auch komplex darstellen, wie Förderung der Ausbildung, Stärken der Infrastruktur, usw. . eine solch differenzierte Darstellung würde aber offensichtlich nicht nur den Zuschauer, sondern auch die Macher eines solchen Dokutrash überfordern.

                              Was natürlich vollkommen fehlt sind die positiven Aspekte. Strassen werden in einer Geschwindigkeit repariert, die 100mal über allem liegt, was in Deutschland passiert. Der Glasfaserring der um die Insel in Rekordzeit verlegt wurde. Das in vielen Punkten die Verwaltung digitalisiert wurde und hier Deutschland um Jahre hinterherhinkt. Die Vorteile, das jeder ins Sozialsystem einzahlen muss, egal ob Freiberufler oder Beamter. usw.

                              Diesen Bericht kann wunderbar als Muster dafür nehmen, wie sehr sich ARD und Co. dem Niveau der privaten Fernsehanstalten angepasst haben und dafür, wie sie sich dadurch selber überflüssig machen.
                              Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.“

                              Georg Christoph Lichtenberg

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