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Heiz(ungs)systeme à la carte - Erfahrungsberichte

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  • Heiz(ungs)systeme à la carte - Erfahrungsberichte

    Das Thema Heizen wird in den kältesten Monaten des Jahres – also irgendwann und mehr oder weniger lang zwischen Dezember und April und nicht gerade in der derzeitigen Calimaphase – auf allen Kanaren stets zum Thema. Denn je nach regionalen Wetterverhältnissen, Höhenlage, lokalem Mikro-Klima (inkl. möglicher Schattenwürfe höherer Gebäude oder Berge), Bauqualität (i.d.R. schlecht) sowie Fensterfronten und anderen Details gibt es bei diesem Thema sehr viel zu beachten.

    Eine m.E. wirklich tolle, sehr informativer Auskunft liefert dieser Blog eines La-Palma-Residenten:

    https://hdmeteo.wordpress.com/2017/1...-auf-la-palma/

    Hatte ich schon mal hier verlinkt; aber weil das Thema jedes Jahr aufs Neue aktuell ist, wiederhole ich mich . Denn ab den Frühsommermonaten neigen wir Resis dazu, unsere Frostbeulenzeiten geflissentlich zu vergessen (nicht wahr ?! ) und auch die Touris/Überwinterer denken dann bereits wieder an die nächste Kanarensaison, selbst wenn sie sich das Jahr zuvor hier den Hintern zeitweilig fast abgefroren haben.

    Es wäre toll, wenn wir hier Erfahrungen zusammentragen könnten.

    Achined, obwohl ins superkalte und nasse Asturien ausgewandert (Motto: „Sein neues Leben XXL“) darf natürlich auch gerne mitmachen. Schließlich gibt es auch auf den Kanaren verdammt kalte und nasse Ecken .

  • #2
    Danke für den sehr informativen Artikel.
    falls wir nochmal in die Lage kommen, ein Haus zu bauen bzw unser jetziges umzubauen, kommt nur eine Wärmepumpe, kombiniert mit Solaranlage in Frage.
    Bei nahezu allen Neubauten in unserer Umgebung (Wien) sind Wärmepumpen zu sehen.
    sogar ein Wohnhaus mit de 20 Wohnungen wird mit Erdwärme beheizt.
    Meiner Meinung nach ist der Schritt in Ö, Ölheizungen in Neubauten zu verbieten, nur ein erster Schritt in die richtige Richtung.
    Ich habe, nachdem ich aus dem Baugeschäft komme, auch gute Ergebnisse mit kontrollierter Wohnraumlüftung gesehen, sogar im relativ kalten WALDVIERTEL (ein Spruch lautet: WALDVIERTEL ist 3/4 Jahr Winter, 1/4 Jahr kalt)
    sogar dort hat eine Siedlung mit kontrollierter Wohnraumlüftung im strengen Winter 21° Raumtemperatur ergeben.
    Daher:
    mehr Mut zu diesen alternativen Wärmegewinnungen, denn nur das hilft unserem Klima (in Maßen), wobei der Faktor energetischer Sanierung von Gebäuden nicht ausser Acht gelassen werden darf.
    wilhelm

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    • #3
      Noch ein Nachtrag: Die Lärmbelastung wird m.E. zu wenig berücksichtigt beim Thema. Denn Klimasplitgeräte z.B. haben den Nachteil, dass die Außengeräte mitunter ziemlich laut sind und die Nachbarn - oder einen selbst - auf die Palme bringen könnten. Selbst Solar-Luftkollektoren machen Lärm, auch wenn sie zunächst ganz harmlos klingen.

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      • #4
        Technisch gar kein Problem: Schallschutzschirm 30cm vor dem Gerät, schon oft gemacht, sogar in Rundfunkstudios z.B bei Sender Ö3 In Ö.
        Haus der Musik ebenso, Übungsräume OHNE TÜREN, du hörst auf dem Gang nix mehr.
        GEWUSST wie!

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        • #5
          Hallo hogerwil,

          interessant, dass in Ö Ölheizungen der Vergangenheit angehören sollen. Wärmepumpen haben zumindest auf den kleinen Inseln den Nachteil, dass es an qualifizierten Firmen/Menschen fehlt, die die Teile warten können. Selbst aus TF eingeflogene (Angeblich-)Experten haben so manche Probleme bei uns nicht lösen können. Das ist allerdings eher das Problem der fehlenden Qualifikation und der beharrlichen Verweigerung, die richtigen Ersatzteile zu besorgen, und nicht der Technik.

          Was ist unter "kontrollierter Wohnraumlüftung" zu verstehen?

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          • #6
            Kontrollierte Wohnraumlüftung bedeutet STÄNDIGE Frischluftzufuhr in alle Räume, welche mittels der Abluft aus diesen Räumen vorgewärmt und mit Wärmepumpe auf gewünschte Raumtemperatur gebracht wird.
            Ein geschlossenes System, bei welchem nicht mehr gelüftet werden muss, da ständige temperierte Frischluftzufuhr gewährleistet ist.
            Dunstabzugshauben in Küchen sind dabei ausgeschlossen, sofern die Küche mitbeaufschlagt wird.

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            • #7
              Wir haben wirklich gute Erfahrung mit den Heizungsbildern von Gaby & Luc gemacht. https://www.infra-deco.es/
              Gleich am Anfang kaufte ich eine mobile Musterheizung, die neben meinem Fernsehsessel an die Wand gelehnt steht.
              Wenn ich sie nicht benötige, schiebe ich sie nach hinten in einen kleinen Spalt zwischen Kommode und Wand.
              sie hat ja nur 2 cm. Ich hab sie seit mehr als 5 Jahren, die Benutzung fällt in der Stromrechnung kaum auf.
              Letzten Sommer entschied ich mich für ein Bild fürs SZ und Stefan fängt jetzt im 6. Jahr auch an zu frösteln und wir kauften eine Wandheizung mit Licht fürs WoZi.
              Im Bad habe ich noch einen Stromfresser, so ein Rotlicht für über die Tür. Benutze ich selten.
              Stefan hat im Büro eine beheizbare Fußmatte, wenn er an kalten Tagen lange arbeiten muß.
              unsre kleine Hündin liebt diese Matte.

              Wenn wir ein eignes Haus hätten, würden wir uns sicher für einen Wärmetauscher und/oder Solarwassererwärmung entscheiden.

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              • #8
                Das Haus in dem ich Lebe ist mit Klimaanlagen ausgestattet die auch Heizen können. Das reicht hier völlig aus.

                Und nun mal meine PRIVATE Meinung zu dem Geschäftsmodell von Infra-Deco. Ich wiederhole, das spiegelt nun meine eigene Meinung hier wieder und hat nichts damit zu tun das ich auch Forenbetreiber bin oder sonst was.

                Die Geräte mögen ja gut sein, das will ich nicht abstreiten. Ich habe keins, dazu kann ich mir kein Urteil erlauben.
                Worüber ich mir aber ein Urteil erlauben kann ist die Marketingstrategie dieser Firma.

                Sie behaupten ja das ihre Heizungen ALLLE Made in Teneriffa/Germany sind.
                Das ihre Heizungen super sicher sind, da sie Made in Germany/Teneriffa sind.

                Das mag auch noch alles sein, dazu kann ich mir auch kein Urteil erlauben.

                Was mich aber stört ist: Das sie Ängste schüren in dem sie irgendwelche uralten Handyvideos/Bilder von anderen Heizgeräten zeigen die ein Taschentuch verbrennen,
                und generell ja alle Geräte außer Ihre totale "Chinakracher" sind und man ja im übertragenen Sinne sich die Gefahr damit ins Haus holt.

                Nachdem ich sie damals aber mit einem Gerät von Amazon konfrontiert habe das TÜV und GS geprüft ist und hunderte 5 Sterne Bewertungen vorweisen kann,
                wurden wieder die gleichen Argumente verwendet, das NUR IHRE Geräte Made in Deutschland/Teneriffa sind und damit sicher.

                Beispiel:
                https://www.amazon.de/Thermostat-Her...nfrarotheizung


                Ich persönlich werde immer stutzig bei allen Firmen die sich selbst in den Himmel heben und alles andere als schlecht abtun.


                Es soll jeder für sich selbst entscheiden, was für ihn das richtige ist. Das geschilderte war nur mein privater Erfahrungsbericht mit dieser Firma Tencalor.

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                • #9
                  Wir haben hier in Asturien, wo es ja laut Aurora nur regnet und es kaum mal über Null Grad geht, das Haus mit einer Ölheizung übernommen, die eine Fußbodenheizung befeuert. Zusätzlich hatten die Vorbesitzer einen großen 100L Elektro-Warmwasser-Boiler im Heizungsraum installiert.
                  Laut Berechnungen hätte uns das Heizöl gut 1000 Euro alle X Monate gekostet. Und die Kombi einer Ölheizung mit einer Fußbodenheizung scheint alles andere als optimal zu sein, sehr schlechte Effizienz.

                  Also kam im Sommer eine Firma aus Gijon und hat das System rausgerissen und eine Luft-Wasser-Wärmepumpe von Vaillant eingebaut, Effizienz 1:5 (wie im La Palma Artikel erwähnt)
                  Draußen steht nun ein großer "Kasten", der die Luft ansaugt und durch Komprimierung erhitzt.
                  Dieser speichert auch noch zwei große Vorratsbehälter für Warmwasser (auf gut 50 Grad eingestellt) und den Speicher für die eigentliche Fußbodenheizung, die im Haus mit zwei Kreisläufen per Thermostat geregelt wird. Im Obergeschoss steht auch noch ein Kasten, eine Art großer Ventilator von Vaillant, Fancoil genannt, der ebenfalls vom System mit Warmwasser gespeichert wird und dort dann entsprechend warme Luft rauspustet. Außerdem ist im oberen Badezimmer ein ebenso gespeister Handtuchhalter aufgestellt worden, der dann auch noch das Badezimmer aufheizen kann.

                  Laut unserem Stromlieferanten liegt unser Durchschnittsverbrauch bei 1,46 Euro am Tag, damit kann man gut leben.

                  Die Anlage von Vaillant läuft vollkommen autark mit zig Messfühlern und funktioniert laut Hersteller auch noch bei Außentemperaturen weit unter Null Grad, ab dem Gefrierpunkt bildet sich Eis an den Gittern, noch weiter runter soll das Ding sogar als Schneekanone funktionieren, die Abluft ist echt eiskalt.
                  Nach der Einstellung durch den Techniker kann man das Ding wohl total vergessen, alles automatisch, im Sommer schaltet sich der Heizungskreislauf automatisch aus und es wird nur noch Warmwasser produziert.

                  Die Anlage hört man kaum, sie läuft sehr ruhig und unaufdringlich, mal stundenlang gar nicht, dann mal wieder ein paar Stunden durchgehend.


                  Der ganze Spaß hat uns mit Arbeitslohn und zig neuer Rohre 13.000 Euro gekostet.
                  Die Anlage selbst kostet wohl ca. 8000 Euro.
                  Also Außeneinheit, die zwei Speicher, der Ventilator und der Handtuchtrockner/Heizung

                  Durch die große Fensterfront im Wohnzimmer, gut 18m2, Alutüren /Fenster mit Doppelverglasung, heizt sich der untere Bereich aber ab Mittag bei Sonneneinstrahlung stark auf, so dass dann auch die Heizung entsprechend zurück regelt oder gar nicht anspringt.
                  Morgens hat es dort eigentlich immer 17,x Grad bei niedriger Einstellung des Thermostats.

                  Und zusätzlich haben wir unten noch einen Kamineinsatz von Jøtul, der 14kwh schafft, Holzbeschaffung war allerdings ein Problem, trotzdem wir praktisch im Wald wohnen....
                  Sämtliche Versuche bei drei Lieferanten ergaben viel zu feuchtes Holz, unsere Garagenwände sind nun voll mit feuchten Scheiten, die wir frühestens im kommenden Winter oder eher noch später nutzen können, Feuchtigkeitsgehalt über 40% laut extra gekauftem Messgerät.

                  Zum Glück hatten die Vorbesitzer im Haus der Oma noch große Mengen von wirklich trockenem Haus in einem Schuppen, so dass der Doblo mal wieder als Lastesel dienen musste.

                  Außerdem soll uns noch 1to mit Holzbriketts geliefert werden aus Santander, sehr effektiv und vor allem trocken.
                  Versuche damit und dem trockenen Holz haben wirklich überzeugt, einmal im Gang, ballert der Jøtul richtig was raus und durch die Lüftungsgitter oben kommt die Wärme (57 Grad laut Infrarotmessgerät) auch im Obergeschoss an, der Kamin schafft bis zu 4gk Holz die Stunde, dann wird man aber im Wohnzimmer schon gegrillt bei weit über 20 Grad, aber imposant, wie der dann loslegt, wenn er erst mal Temperatur hat.

                  Alles in Allem sind wir also gut gewappnet für "die kalten, nicht enden wollenden Winter" (© Auora)










                  Ich bin so unentschlossen.
                  Als japanischer Krieger wäre ich ein Nunja.

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                  • #10
                    Erinnert euch diesen Beitrag wenn Achined mal wieder jammert wie schlecht er doch hier bezahlt wird.

                    Das heizen mit Holz wird ja in Deutschland immer mehr zum Fluch.

                    Jeder baut sich einen Ofen hin, und freut sich darüber wie günstig er doch heizen kann, allerdings sind diese Steinzeitheizmethoden absoluten Feinstaubschleudern.

                    Mir wurde berichtet das man Abends in manchen Wohngebieten nicht mehr das Fenster öffnen kann, da es nach verbrannten Holz riecht.

                    Gleichzeitig steigen die Feinstaubwerte in den Abendstunden so schlimm an, das sie auf dem Level einer Chinesischen Großstadt liegen.

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                    • #11
                      Zitat von Patrick Beitrag anzeigen
                      Erinnert euch diesen Beitrag wenn Achined mal wieder jammert wie schlecht er doch hier bezahlt wird.
                      Das Geld muss ich mir als Callboy und Stripper dazuverdienen, mit dem Gehalt hier hätte es für eine offene Feuerstelle im Garten gereicht.....


                      In Deutschland war das ja wohl mit den Pellet-Anlagen so, ne Zeitlang ein Boom, jeder wollte eine, aber erstens sind wohl die Preise für die Pellets extrem gestiegen und es stinkt...

                      Hier riecht man das auch, wenn man über Land fährt, bei Inversionswetterlagen sind ganze Täler im Dunst der Kamine.
                      Zuletzt geändert von Achined; 07.02.2019, 08:40.
                      Ich bin so unentschlossen.
                      Als japanischer Krieger wäre ich ein Nunja.

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                      • #12
                        Offensichtlich gibt es in Asturien gute Techniker. Die Heizung scheint prima zu funktionieren, wenn ich mir das Foto mit den Hunden von Achined betrachte.

                        ------------

                        Wir haben kürzlich auf einem uralten, großen Haus, das sehr dicke Natursteinmauern und 5 m hohe Räume hat, über dem Wohnzimmer und der Küche jeweils Solarluftkollektoren der Firma Grammer Solar montieren lassen.

                        Nun wird – sofern die Sonne scheint – permanent warme Luft in die beiden Räume geblasen. Ist der Himmel bewölkt, funktioniert‘s allerdings nicht. Logischerweise auch nach Sonnenuntergang nicht, wenn es besonders kühl wird. Es ist also nur eine Teillösung.

                        Wir haben uns dennoch bei dem „alten Kasten“ für dieses System entschieden, damit die Wände nicht auskühlen und zudem die Räume trockene Raumluft haben. Also letztendlich für ein angenehmeres Raumklima gesorgt wird. Feuchte Luft ist unangenehm. Da das Haus in Küstennähe liegt, gibt es viele Sonnenstunden. Für Häuser, die „in den Wolken“ liegen, ist das System eher nicht geeignet.

                        Manche Ferienhäuser, die nur wenige Wochen im Jahr genutzt werden, sind hier mit diesem System bestückt, denn dann muss niemand extra zum Lüften kommen, die Möbel werden nicht muffig und es wird auch kein Strom verbraucht.

                        Das System muss nicht gewartet werden, lediglich 1 x jährlich sind die Filter zu wechseln, und es kann manuell abgeschaltet werden.

                        Von Nachteil sind die relativ hohen Kosten: Beide Anlagen (1 x 4.0, 1 x 6.0) haben mit Montage 12.000,- gekostet. Ein weiterer Nachteil sind die Geräusche der Lüftungen. Hört sich ungefähr an wie das Brummen älterer Kühlschränke.

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                        • #13
                          Heizungen? Was war das gleich wieder?

                          Was wohl bald wichtiger sein wird hier im Süden wären Sandfilter...
                          Im Zeitalter der unsozialen Netzwerke gibt es zu viele Internet-Behavioristen, die sich zu viele Gedanken um andere und zu wenige um sich selbst machen.

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                          • #14
                            Zitat von hogerwil Beitrag anzeigen
                            Technisch gar kein Problem: Schallschutzschirm 30cm vor dem Gerät,
                            Was genau ist das? Sind die wind- und wetterfest? Schirme hören sich hier immer nach Wegfliegen an bei den Windstärken, die es hier bisweilen gibt.

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                            • #15
                              Zitat von aurora Beitrag anzeigen
                              Offensichtlich gibt es in Asturien gute Techniker. Die Heizung scheint prima zu funktionieren, wenn ich mir das Foto mit den Hunden von Achined betrachte.
                              Stimmt, die Heizungsfirma macht seit dreißig Jahren nix anderes und der Techniker war direkt von Vaillant.

                              Und bei anfänglichen Fragen war der Heizungsbauer per WhatsApp sogar nach 22 Uhr und/oder am Wochenende online und hat sofort geantwortet
                              Zuletzt geändert von Achined; 07.02.2019, 13:58.
                              Ich bin so unentschlossen.
                              Als japanischer Krieger wäre ich ein Nunja.

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