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    Dachte mir, das Thema wäre vielleicht nen eigenen Thread wert...

    Nachdem ein Bekannter, der zuvor auf den Kanaren und nun im europäischen Ausland arbeitet, mit Schrecken seine erste Lohnabrechnung zur Kenntnis genommen hat, hier mal ein Vergleich der Abzüge vom Bruttogehalt:

    https://www.wiwo.de/finanzen/steuern.../22949204.html

    Da relativiert sich das eine oder andere wieder etwas, denn Germany liegt relativ weit oben, hier die Abzüge etwa bei der Hälfte derer von Deutschland.
    Im Zeitalter der unsozialen Netzwerke gibt es zu viele Internet-Behavioristen, die sich zu viele Gedanken um andere und zu wenige um sich selbst machen.

  • #2
    Dafür sind die Löhne auf TF auch nur bei der Hälfte (wenn überhaupt) von denen in Alemania...
    Frage an die Quantenphysiker:
    Wenn ein Mann etwas sagt, aber keine Frau in der Nähe ist, hat der Mann dann trotzdem Unrecht?

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    • #3
      Referenzgehalt ist in dieser Statistik das Durchschnittsgehalt (vermutlich vom jeweiligen Land). Ist nicht wirklich aussagekräftig. Entscheidend ist schließlich nicht nur, was auf dem Lohnzettel netto steht, sondern was am Ende des Jahres noch übrig bleibt nach Abzug der Lebenshaltungskosten; und wie hoch Arbeitsbelastung und Lebensqualität sind. Und wie's bei Arbeitslosigkeit ausschaut bzw. wie hoch die Arbeitslosenquote ist. Und wie die Absicherung bei Krankheit und im Alter ausschaut usw. usw. Kurzum: es geht nicht nur um - relativen .. - finanziellen Wohlstand, sondern auch um Wohlfahrt und ums Wohlbefinden.

      Was hilft einem Japaner die niedrige Abgabenlast, wenn er in Tokio lebt und sich deshalb nur ein klitzekleines 'Kochklo mit Wohnnische' leisten kann und nur wenig Freizeit und überhaupt nur 10 Tage Jahresurlaub hat? Was hilft einem Canario die vergleichsweise niedrige Abgabenlast, wenn er sich von einem befristeten und relativ schlecht bezahlten "Durchschnitts-"Job zum nächsten hangeln muss, blöde Schichtarbeitszeiten hat (und deshalb an diversen Grillfesten und sonstigen Events nicht teilnehmen kann ) und zudem verhältnismäßig viel für's Wohnen ausgeben muss? Was nützt einem "frei rollenden Landei", wenn es zwar das Glück hat, in ländlicher Gegend ein Durchschnittsgehalt zu verdienen und billig wohnen zu können, aber Bäcker, Schule, Arzt, Supermarkt, Sport- und Freizeitclub der Kinder, Restaurant, Kino und auch alle Freunde viele km entfernt sind?

      Last but not least: Nicht alles, was zählt, lässt sich zählen. Und nicht alles, was sich zählen lässt, zählt.

      Zuletzt geändert von aurora; 01.09.2019, 13:18.

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      • #4
        Ja, das ist schon klar. Aber ich vergleiche gerade die Einkommen unseres persönlichen Nachwuchsbraindrains...da hat sich der mitteleuropäische Teil (bei vergleichbaren Jobs) zuerst über das höhere Brutto gefreut und sieht jetzt, dass beim Netto doch weniger hängen bleibt. Mieten vergleichbare Höhe, hier wird warme Kleidung eingespart, der Kaffee in der Bar ist hier auch günstiger...ach...ist ja auch wurscht, Hauptsache die Arbeit macht halbwegs Spass und der Chef ist kein Unmensch...
        Im Zeitalter der unsozialen Netzwerke gibt es zu viele Internet-Behavioristen, die sich zu viele Gedanken um andere und zu wenige um sich selbst machen.

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        • #5
          In jungen bis jüngeren Jahren wäre ich nie und nimmer hergekommen, weshalb ich jeden jungen Menschen verstehe, der fortzieht: Da hätten mir hier die beruflichen Möglichkeiten für meine beruflichen Interessen sowie insgesamt die Abwechslung hier sehr gefehlt; die Verdienstmöglichkeiten wären keinesfalls erste Priorität bei der Standortwahl gewesen. Wer hier als junger Mensch eine Berufsmöglichkeit findet, die den Interessen entspricht, hat eigentlich das große Los gezogen. Denn schön ist es hier allemal.

          Dass netto nicht gleich brutto ist, schockiert vermutlich fast jeden (jungen) Menschen, der seine ersten Gehaltsabrechnungen studiert - egal wo. Denn bis dahin war das Thema ziemlich abstraktes Zeug, das zum einen Ohr rein und zum anderen gleich wieder rausging. Vermutlich überall - selbst in Japan .
          Zuletzt geändert von aurora; 01.09.2019, 20:03.

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          • #6
            Einer der unter meinen Fittischen (schreibt man das so, und wenn ja, was ist das genau?) befindlichen Migranten hat angesichts des Dialekts des rechts unterhalb von D-Land stehenden KURZ vor der Kurzwahl stehendes Landes aufgegeben, während ein anderer sich festzubeißen versucht. Das wird noch spannend. Ich bin auch schon gespannt und überlege, ob ich nicht mal wieder einen wissenschaftlichen Beitrag in einem Science-Organ platzieren (ja, mit tz, daran werde ich mich kaum gewöhnen können) könnte.

            Ich hoffe, die verbleibende Fremdenlegion wird sich - datentechnisch zuverlässig - also nicht mit FB oder WOTZAPP mit mir verknüpfen. Andererseits habe ich mir sagen lassen, dass auch prinzipiell datentechnisch zuverlässige Messenger rein physikalisch (also per Eingriff am Kabel, MIDM-mässig) ausgehebelt werden könnten.

            Nun, das führt an dieser Stelle eindeutig zu weit aber zu meinem 9ten Beitrag in Folge....
            Im Zeitalter der unsozialen Netzwerke gibt es zu viele Internet-Behavioristen, die sich zu viele Gedanken um andere und zu wenige um sich selbst machen.

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            • #7
              "Fittischen" dürfte die hessische Aussprache von Fittichen sein. Die Bedeutung des Wortes Fittich siehe hier klick.

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              • #8
                Danke, ich dachte mir das schon fast...aber horsche se mool: hessisch wäre sowas wie "Fiddisch",,,
                Im Zeitalter der unsozialen Netzwerke gibt es zu viele Internet-Behavioristen, die sich zu viele Gedanken um andere und zu wenige um sich selbst machen.

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