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40 Jahre Lago Martianez

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  • 40 Jahre Lago Martianez

    Der Complejo Turístico Municipal Costa de Martiánez, bekannt unter dem Namen Lago Martianez, ist eine angesehene Arbeit des weltbekannten Künstlers César Manrique aus Lanzarote und wurde 2005 in die Liste der Kulturgüter unter der Rubrik "Historische Gärten" aufgenommen vom damaligen Präsidenten der Kanaren Adan Martin.

    Der Komplex beinhaltet Schwimmbecken mit 27.000m3 Fassungsvermögen und liegt an der Küstenlinie von Puerto de la Cruz, Ziel der ersten Touristen Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts. 

    Sein Entwurf entstand eher zufällig bei einem Treffen 1970 zwischen Manrique und seinen Mitstreitern  Juan Alfredo Amigó und  José Luis Olcina, die schon Jahre zuvor die ersten Beckender Costa Martianez entworfen hatten, neben dem San Telmo gelegen, und dem Bauunternehmer Luis Díaz de Losada.

    Man diskutierte über die besten Alternativen für diesen Bereich und es war Manrique, der mit vier Strichen zu Papier brachte, wie es dort aussehen könnte, so der Historiker Melecio Hernández.

    Der Beginn der Arbeiten war von Protesten der Ökologen und der Fischer begleitet, die in der Gegend immer Pulpos fingen und sich nicht mit dem Beton anfreunden wollten. 

    Vielleicht eher unbewusst wollte Manrique die Zerstörung der Natur verhindern, die durch dem aufkommenden Boom des Tourismus und der Bauwut der Hoteliers drohte. 

    Der Boom des Tourismus , bei dem Puerto eine führende Rolle spielte, wurde jäh in den Siebzigern durch die Ölkrise gestoppt. 

    Der Bau des Lago Martianez war dann der Rettungsanker, den die Stadt brauchte, damit es wieder aufwärts ging. 

    Mit einer Investition von 300 Millionen Pesetas, aus dem Sparschwein des Ayuntamientos stammend und eines Kredits der Banco de Crédito Local de España wurde dann mit dem Bau begonnen, damals noch mit Marcos Britao als Bürgermeister der Gemeinde. 

    Den Richtlinien von Manrique entsprechend sollte Natur und Architektur einen Einklang finden, die Umwelt sollte zu einem Kunstwerk werden. 

    Gut 100.000m2, bestehend aus einem großen Pool und anderen kleineren Becken sowie Grünanlagen, Terrassen und Restaurants wurden so mit schwarzen Natursteinen vulkanischen Ursprungs bebaut, im Kontrast zu dem Weiß der Anstriche der Mauern. 

    In den verschiedenen Bereichen setzte Manrique ebenso Akzente mit sieben Skulpturen, 
    Los Alisios, La Jibia, Barlovento, Homenaje al mar, Raíces, Homenaje a Willian Reich und Demios.

    Am 30. April 1977 wurde der Lago offiziell eröffnet unter Anteilnahme von 400 geladenen Gästen wie den Botschaftern von Norwegen, Schweden, Finnland, Portugal, Irland, Kanada, sowie dem Tourismusdirektor der Schweiz, Gaston Luvini und dem von Deutschland, Hans Jochen Martin. 
    Auch anwesend waren die Vertreter der größten Reiseveranstalter, sie alle genossen die Darbietungen von Isabel Pantoja, den Los Sabandeños, der Tänzerin La Chana, dem Ballett von Don Lurio und einem Wasserballett. 

    Auch viele "Normalsterbliche" besuchten in den ersten Tagen den Lago bei freiem Eintritt, organisiert vom Ayuntamiento, um den Park ins Gespräch zu bringen. 

    Der Generaldirektor für den Tourismus, Juan Careaga bezeichnete den Park als die Rettung des Tourismus für Puerto de La Cruz. 

    Vierzig Jahre später wird klar, dass der Park immer noch eine enorme Wichtigkeit für Puerto hat, auch nach dem Überleben einiger Krisen, als Zeichen für ein differenziertes Urlaubsziel. 

    2016 besuchten 407.451 Personen den Park, 23,8% mehr als im Jahr zuvor. 

    Im Laufe der Zeit änderte sich die Mode und die Geschmäcker, die Tendenzen im Tourismus, aber der Lago hat sich dagegen gestemmt, er ist immer noch Rückgrat für den Tourismus in Puerto und einer der attraktivsten Ziele auf TF, so der Bürgermeister Lope Afonso.
    Er gesteht aber auch ein, dass der Park schon bessere Zeiten erlebt hätte, auch die Krise ging nicht spurlos am Lago vorbei, es ginge nun aber wieder aufwärts, was auch die Besucherzahlen belegen. 

    Es gab auch Verbesserungen wie die Renovierung zweier Skulpturen, neue Ausstattungen, Bereiche speziell für Behinderte und ein Amphibien-Stuhl, damit diese auch einfach ins Wasser gelangen könnten. 
    Außerdem wurden die Laubengänge renoviert. 

    Das Ayuntamiento plant außerdem einige Aktionen anlässlich des Jubiläums, ohne jedoch Details zu nennen. 

    Die Stiftung Cesar Manrique hat aber auch Anlass zur Kritik, ihr Vorsitzender Fernando Ruiz nennt die Erhaltung des Lagos als nicht ideal, es gäbe erhebliche Missstände, die beseitigt werden müssten. 
    2015 wurde die Skulptur Monumento al Mar renoviert vom Consorcio de Rehabilitación Turística de Puerto de la Cruz, im letzten Jahr die La Jibia mit Geld aus der Gemeindekasse. 
    Andere Skulpturen, so die Stiftung, müssten aber ebenso dringend renoviert werden. 

    Es würde von öffentlicher Hand renoviert, danach aber nicht mehr instand gehalten, so Ruiz, er bemängelte auch die fehlende Kommunikation mit dem Ayuntamiento, Schweigen im Wald auf Anfragen und Beschwerden, so Ruiz weiter. 

    Der vierzigste Geburtstag des Lagos ist eine gute Gelegenheit, sich auf die Wichtigkeit des Bauwerks für Puerto zu besinnen und gleichzeitig dem Künstler Cesar Manrique damit den größten Respekt zu zollen. 

    http://diariodeavisos.elespanol.com/...umple-40-anos/
    Ich finde, ich bin viel glücklicher, seit ich morgens von Kaffee auf Orangensaft umgestiegen bin. Mein Arzt meint, es ist das Vitamin C und der natürliche Zucker.

    Aber ich glaube, es ist der Wodka.

  • #2
    Also, dann legen wir uns halt wieder in die Tiefkühltruhe, die nächsten 416 Jahre. Hoffentlich ist dann noch jemand da, der uns wieder auftauen kann.
    Wenn Dein Chatkumpel auch die dritte Verabredung platzen lässt, könnte es sich um einen Chatbot handeln..

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